RE:Charon

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Etymologie, ägyptischen Ursprungs, Skylla und C., mit wild funkelndem Blick
Band III,2 (1899) Sp. 21762177
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Charon (Χάρων, etr. Charu(n)). Nach Diod. I 92. 96 ist der Name mit der ganzen Figur aegyptischen Ursprungs, vgl. E. Curtius Ionier 19, 50 und Krüger Ch. u. Thanatos 5, wozu Arch. Ztg. XXV 1867, 104, dagegen Wiedemann Sammlung altaeg. Wörter 44. Bei Eust. Od. [2177] p. 1716, 41f. wird Charybdis mit Ch. zusammengebracht, vgl. Waser Skylla und Ch. 8 A. Nach Serv. Aen. VI 299 κατ’ ἀντίφρασιν von χαίρω, vgl. auch Eust. p. 16, 35. 1703, 30ff. Gerhard Gr. Myth. § 576, 2. Lehrs Pop. Aufs.² 288. Χάρων (W. χαρ–: Χάριτες, χαίρω) ist eine Art Kurzform zu χαρ-οπό-ς, mit (wild) funkelndem Blick, vgl. v. Wilamowitz Hom. Unters. 225, 23. Vgl. Lyk. Al. 455 u. Tzetz. z. St. Euphor. frg. 47 bei Meineke Anal. Al. 84f. Steph. Byz. s. Ἰώνη und Suid. s. Κλεων. χάρ. Hes. und Etym. M. Eust. Od. p. 1666, 37. 1703, 30ff. Lyk. Al. 260. 660.