RE:Iulianos 46

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band X,1 (1918), Sp. 95–96
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46) Sextius Rusticus Iulianus (CIL VIII 995. 1447. 12455); Sextius Rusticus CIL VIII 16400); Iulianus Rusticus (Symm. epist. III 1). Rusticus Iulianus (Ammian. XXVII 6, 1). Vater des Synesios und eines anderen Sohnes, der früh starb (Symm. or. VII 6). Er war aus nichtsenatorischem Stande und gelangte erst durch die von ihm bekleideten Ämter in den Senat (Symm. or. VII 4). Reicher Mann (Symm. or. VII 6), bestiarum more humani sanguinis avidus [96] (Ammian. XXVII 6, 1). Magister memoriae bei Valentinian I. Als 367 der Kaiser schwer erkrankte, dachten die Gallier des Hofes daran, den I. auf den Thron zu erheben, vielleicht weil er ihr Landsmann war (Ammian. a. O.). Dies wird der Grund gewesen sein, weshalb er gleich darauf seines Amtes entlassen wurde. Denn als am 24. Aug. 367 Gratian zum Kaiser ausgerufen wurde, bekleidete es schon Eupraxius (Ammian. XXVII 6, 14; vgl. o. Bd. VI S. 1237). Proconsul Africae (CIL a. O. Ammian. XXVII 6, 1); in diesem Amte nachweisbar vom 6. September 371 bis zum 20. Februar 373 (Cod. Theod. XV 7, 2. VIII 7, 12. XVI 6, 1; vgl. Cod. Iust. XI 11, 2, wo er fälschlich pp. genannt ist). Praefectus urbis Romae unter der Herrschaft des Usurpators Maximus, d. h. im J. 387, starb im Amte (Ammian. XXVII 6, 2). An ihn gerichtet Symm. epist. III 1–9. Vgl. Pallu de Lessert Fastes des provinces Africaines II 75.