RE:Licinius 31b

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XIII,1 (1926), Sp. 231
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31b) Valerius Licinianus Licinius (Dessau 680), Bastard des Vorhergehenden von einer Sklavin (Cod. Theod. IV 6, 2. 3), nicht Sohn der Schwester Constantins, wie Eutropius (X 6, 3, daraus geschöpft Hieron. chron. 2333. 2341) ihn nennt. Doch könnte er von ihr adoptiert gewesen sein; jedenfalls war er durch ein Reskript Constantins legitimiert (Cod. Theod. a. O.). Als er am 1. März 317 zum Caesar ernannt wurde (Mommsen Chron. min. I 232; vgl. Anon. Vales. 5, 19. Vict. Caes. 41, 6), war er nach der Quelle, der Zosim. II 20, 2 und Vict. epit. 41, 4 folgen, erst 20 Monate alt. Doch widerspricht dem eine bessere Quelle (Anon. Vales. 5, 17), nach der er schon im Oktober 314 am Leben war. Da Zosimus und Victor ihren Bericht unmittelbar an die Schlacht von Cibalae anknüpfen, ist ihre Altersangabe wahrscheinlich auf das J. 314 zu beziehen und demgemäß die Geburt des jüngeren L. ungefähr in die Zeit zu setzen, in der sein Vater sich mit Constantia vermählte. Im J. 319 bekleidete er gemeinsam mit Constantin d. Gr. das Consulat. Ein zweites verlieh ihm sein Vater im J. 322; doch wurde es von Constantin nicht anerkannt und ist daher nicht in die Fasten aufgenommen (Rh. Mus. LXII 533). Nach dem Sturze des Vaters (324), der auch ihn seiner kaiserlichen Würde beraubte (Theophan. 5815), scheint L. nach Africa geschickt worden zu sein. Jedenfalls befand er sich dort im J. 336, in dem Constantin verfügte, er solle wieder zum Sklaven degradiert, ausgepeitscht und in Fesseln gelegt werden (Cod. Theod. IV 6, 2). Er floh, wurde aber ergriffen und dazu verurteilt, gefesselt in der kaiserlichen Weberei von Karthago zu arbeiten (Cod. Theod. VI 6, 3[1]). Wenig später, wie es scheint, wurde er hingerichtet (Eutrop a. O.), Ztschr. f. wissensch. Theolog. XXXIII 73.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Es handelt sich vermutlich um einen Tippfehler, gemeint ist Cod. Theod. IV 6, 3.