RE:Tiarai

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VI A,1 (1936), Sp. [VI_A,1 761]–762
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Tiarai (αἱ Τιάραι), Örtlichkeit mit sandigem Untergrund (ὕπαμμος), von der nach Theophr. frg. 167 bei Athen. II 60 p. 62 b und Plin. n. h. XIX 37 (ebenfalls auf Theophr. zurückgehend) der Samen von Pilzen mit dem Namen ὕδνον oder γεράνειον (lat. tuber = Trüffeln?) bei Überschwemmungen an den Strand von Mytilene verpflanzt [762] wurde. Wir haben demnach T. auf den Höhen im Osten von Lesbos, allenfalls an der kleinasiatischen Gegenküste zu suchen. Daß Boutan Archiv. miss. scient. V 304ff. aus völlig unzureichenden Gründen T. beim Kap Vurkos (Ajios Phokás) 4 km von Vrissiá im Südwesten von Lesbos sucht und daraus eine Stadt macht, hat schon Conze Reise auf Lesbos 47, 2 abgelehnt. Vgl. ferner o. Bd. III S. 855 Art. SperrSchrift. Zander Beitr. z. K. v. Lesbos 11.