Rothaarig ist mein Schätzelein

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Julius Wolff
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Rothaarig ist mein Schätzelein
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 76–77
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[76]

Rothaarig ist mein Schätzelein.

Rothaarig ist mein Schätzelein,
Rothaarig wie ein Fuchs,
Und Zähne hat’s wie Elfenbein
Und Augen wie ein Luchs.

5
Und Wangen wie ein Rosenblatt

Und Lippen wie ’ne Kirsch’,
Und wenn es ausgeschlafen hat,
So schreitet’s wie ein Hirsch.

Im Köpfchen sitzt ihm ein Kobold,

10
Ein Grübchen in dem Kinn,

Ein Herzchen hat es klar wie Gold
Und kreuzfidelen Sinn.

Wie Silberglöcklein spricht’s und lacht’s,
Wie eine Lerche singt’s,

15
Und Tanzen kann’s und Knickse macht’s,

Und wie ein’ Heuschreck’ springt’s.


[77]

Und lieben thut’s mich, Zapperlot!
Das weiss, was lieben heisst,
Und küsst es mich, – Schockschwerenot!

20
Ich denk’ manchmal, es beisst.


Doch weiter kriegt ihr nichts heraus,
Und fragt ihr früh und spat,
Es kratzt mir sonst die Augen aus,
Wenn ich noch mehr verrat’.

Julius Wolff.