Süße Sommerspeise aus Resten eines trocken gewordenen Napfkuchens

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Titel: Süße Sommerspeise aus Resten eines trocken gewordenen Napfkuchens
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 12, S. 388_a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[388_a] Süße Sommerspeise aus Resten eines trocken gewordenen Napfkuchens. Alles trocknet in warmer Zeit rascher und auch unsere selbstgebackenen Kuchen werden trotz Kuchentrommel leicht trocken. Ein solcher Kuchenrest, der keinen Genuß mehr bietet, läßt sich zu hübscher Nachspeise verwenden. Man schneidet den Rest in möglichst gleichmäßige, etwa 1/2 cm dicke Streifen oder Scheiben, die man in Sternform auf eine große runde Schüssel legt. Vorher hat man schöne Glaskirschen entsteint und in Zuckersaft mit einem halben Theelöffel Rum gekocht. Man schüttet die Kirschen auf ein Sieb, läßt sie abtropfen und belegt die sternförmigen Kuchen dicht damit. Man stellt nun die Schüssel aus ein Gesäß mit heißem Wasser, beträufelt sie mit dem Saft der Kirschen, deckt einen Deckel darüber und läßt die Speise so lange auf dem Wasser stehen, bis sie gut durchwärmt ist. Sie wird dann ohne weitere Saucenbeigabe zu Tisch gegeben. – Will man die Speise verfeinern, kann man zuletzt einige Eiweiß (Reste!) zu steifem Schnee schlagen, mit Vanillezucker mischen und kurz vor dem Auftragen gleichmäßig über die Kuchenschnitten streichen. Mit glühender Schaufel wird die Eiweißschicht leicht gebräunt und danach leicht mit Zucker bestäubt.