Sankt Andreasberger Bergfreiheiten von 1587

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Autor: Ernst VII. von Hohnstein
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Titel: [Sankt Andreasberger Bergfreiheiten von 1587]
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Entstehungsdatum: 29. September 1587
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Erscheinungsort: Herzogtum Braunschweig-Lüneburg
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[1] Wir Ernst[1] Graffe vonn Honstein Herr zu Lohra unnd Clettenbergk vor uns unnd unsere Nachkommenn, hiermit thun kund unnd bekennenn, Das uns die Ersahmenn unsere liebe getreuwenn Richtter unnd Rathe uff Sanct Andersbergk[2] underthenig zuerkennenn gebenn, wie weiland der wohlgeborne Herr Volckmar Wolff[3], Graff vonn Honstein, Herr zu Lohra unnd Clettenbergk, unser gelibtter Herr Vater wohlsehliger gedechtnus ihrenn Rathskeller mit wein unnd främbden bihr alleine zuversorgenn, uff eine gewisse ahntzahl Jahre gnediglich privilegiret, unnd befreihet habe, noch ferner ausweisunge ihrer undterschiedlichenn darüber habendenn privilegien,   Ob nuhn wohl die darinnenn verleibte Jahre ihre endschafft erreichet, dahero auch das ahngetzogenne privilegium nunmehr gefallenn, So habenn uns doch gemeltte Richtter unnd Rathe umb ferner privilegium underthenig ahngelanget, unnd uns darnebenn denn betrübtenn zustand unsers Bergkwerges underthenig zu gemüthe führenn lassenn, Welchenn wir gleichwohl selbst dermassenn geschaffenn befundenn, das ihnenn ohne denn Rathskeller, kirchenn, Schulenn, unnd derogleichenn gemeine Außgabenn zuhalttenn, odder zuverrichttenn unmüglich fallenn woltte,   Darmit nuhn der Rathe zu Sanct Andersbergk auch hinfürder guth Regiment erhalttenn, unnd solche gemeine Ausgabenn verrichttenn möge, So habenn wir ahngesehen gemelttes Raths underthenige bitte, unnd die eusserste erheischende notturfft dieser sachenn, unnd derowegenn denn Rathe uff Sanct Andersbergk mit dem Stadkeller daselbst nochmals uff Funfftzehenn Jahre gnediglich privilegiret, unnd befreihet, Thun das auch hiermit inn craftt dieses briefes, inn bester form rechttens, wie solches am kräfftigstenn geschehenn soll, kan odder magk vor uns, unsere Erbenn, unnd nachkommenn, aus guther wissenschafft, dergestalt, das der Rathe uff Sanct Anderßbergk vonn dato ahn noch Funfftzehenn Jahre die nechstenn nacheinander folgende, denn wein unnd främbde bihre inn ihrem Rathßkeller alleine zuschenckenn, guth fugk, unnd macht habenn, ohne mennigliches einrede, der burger, unnd Einwohner uff Sanct Andersbergk Wollenn sie auch bey dieser ihrer Freyheit gnediglich schützenn, unnd handhabenn, so offt sie des noth, unnd bey uns suchenn werdenn,   Bevehlenn darauf menniglichenn unsern Bürgern, Einwohnern, unnd wer sich sonstenn unser Bergkstad zugebrauchenn undterstehet, das sie wieder diese unsere befreihunge nicht handeln, noch sich deroselbenn widdersetzigk machenn, bey vermeidunge unser ungnade, unnd dehrer straffe so hierauf Richtter, unnd Rathe willkührlich ordennenn, unnd setzenn werdenn,   Es soll aber ein jeder Burger, unnd Einwohner inn seinem hauße, vor sich unnd die seinenn was er ahn främbdenn wein unnd bihr zubetzahlenn weis, eintzulegenn, unnd zugebrauchenn macht habenn, doch das es nicht uber die Gasse geschencket, noch sonstenn verkaufft werde,   Darkegenn soll auch der Rathe jehrlich denn gewinst des getrenckes nebenn anderm der Bergkstad Auffkunfftenn, unnd gefellenn gemeinem nutze zu guthem vor uns zuverrechnenn schuldig sein,   Wie dann diese unsere befreihunge der wohlhergebrachttenn Bergkfreyheit zu keiner schmelerunge gereichenn, Sondern viel mehr dieselbe suo moto unverletzt unnd kräfftig Auch diß unser privilegium Ausganges der Funfftzehenn Jahre cassiret, Tod, unnd ab sein soll,   Es habenn uns auch gemeltte Richtter unnd Rathe undertheniglich vorbringen lassenn, das sie vorschiene Jahre denn Brandtewein unnd karttenn inn ihrem Rathhause, unnd gemeinem nutze zum bestenn zuverkauffenn innenngehabt, darauf underthenig gebethenn, das wir solch ihr vorhabenn zu gemeinem nutze reichende ratificiren wolttenn,   Das wir also wissentlich geschehenn bekennenn, doch das solche nutzunge darvon gefallende, gleich andern wie obgemelt verrechnet,   Zu uhrkunde, habenn wir ahn diesem brief, unser Secreth wissentlich hengenn lassenn, unnd denselbenn mit eigenner handt undterschriebenn, Actum am Tage Michaelis des Ertzengels[4] im jahre nach Christii unsers Herrn unnd Sehligmachers geburth, Ein Taussend, Funffhundert, Siebenn unnd Achtzigstenn [Kürzel]


Ernst Graff
von Honstein.

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