Schlangenköchin

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Schlangenköchin
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort, S. 6
Herausgeber: Ludwig Erk
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Wikimedia Commons
Kurzbeschreibung:
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Deutscher Liederhort (Erk) 006.jpg
Bearbeitungsstand
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2a. Schlangenköchin.


Mäßig. Mündlich, aus der Gegend von Wilsnack.

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  tagline = ##f }

global = {
  \key f \major
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melody = {
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  }
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text = \lyricmode { 
  Wo | bist du denn so | lang ge -- wesn, | Hei -- ne -- rich, mein | lie -- ber Sohn? |
  „Ich | bin bei meinem Feins -- lieb -- chen ge -- wesn, Frau | Mut -- ter mein, o | weh!
  mein | jun -- ges Le -- | ben, ver -- | ge -- ben hat sies | mir!“
}

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    }
  }
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}


1.
Wo bist du denn so lang gewesn,

Heinerich, mein lieber Sohn?
„Ich bin bei meinem Feinsliebchen gewesn,
Frau Mutter mein, o weh!
mein junges Leben,
vergeben hat sies mir!“

2.
Was gab sie dir zu essen,

Heinerich, mein lieber Sohn?
„Sie kocht mir einen bunten Fisch,
Frau Mutter mein, o weh!
mein junges Leben,
vergeben hat sies mir!“

3.
Und wie viel Stücke schnitt sie dir,

Heinerich, mein lieber Sohn?
„Sie schnitt davon drei Stückelein,
Frau Mutter mein, o weh!
mein junges Leben,
vergeben hat sies mir!“

4.
Wo ließ sie denn das dritte Stück,

Heinerich, mein lieber Sohn?
„Sie gabs ihrem schwarzbraunen Hündelein,
Frau Mutter mein, o weh!
mein junges Leben,
vergeben hat sies mir!“

5.
Und was geschah dem Hündelein,

Heinerich, mein lieber Sohn?
„Der Bauch sprang ihm in der Mitt entzwei,
Frau Mutter mein, o weh!
mein junges Leben,
vergeben hat sies mir!“

6.
Was wünschest du deinem Vater,

Heinerich, mein lieber Sohn?
„Ich wünsch ihm tausend Glück und Segn,
Frau Mutter mein, o weh!
mein junges Leben,
vergeben hat sies mir!“

7.
Was wünschest du deiner Mutter,

Heinerich, mein lieber Sohn?
„Ich wünsch ihr die ewige Seligkeit,
Frau Mutter mein, o weh!
mein junges Leben,
vergeben hat sies mir!“

8.
Was wünschest du deiner Liebsten,

Heinerich, mein lieber Sohn?
„Ich wünsch ihr die ewige Höll und Qual,
Frau Mutter mein, o weh!
mein junges Leben,
vergeben hat sies mir!“

2. Der bunte Fisch = Schlange.