Schlußsonett

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Textdaten
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Autor: Ludwig Uhland
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Titel: Schlußsonett
Untertitel:
aus: Gedichte von Ludwig Uhland, Seite 116
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1815
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
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Originalherkunft:
Quelle: MDZ München = Commons.
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[116]
Schlußsonett.


Wie, wenn man auch die Glocke nicht mehr ziehet,
Es lange dauert, bis sie ausgeklungen;
Wie, wer von einem Berge kam gesprungen,
Umsonst, den Lauf zu hemmen, sich bemühet;

5
Wie oft aus Bränden, welche längst verglühet,

Ein Flämmchen unversehens sich geschwungen;
Und spät noch eine Blüthe vorgedrungen
Aus Aesten, die sonst völlig abgeblühet;

Wie den Gesang, den zu des Liebchens Preise

10
Der Schäfer angestimmt aus voller Seele,

Gedankenlose Halle weiter treiben:

So geht es mir mit der Sonettenweise:
Ob mir’s an Zweck und an Gedanken fehle,
Muß ich zum Schlusse dies Sonett doch schreiben.