Seelenwanderung, wie se mei Nachber Traugott sich denkt

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Textdaten
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Autor: Anton Sommer
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Titel: Seelenwanderung, wie se mei Nachber Traugott sich denkt
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 39, S. 660
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1875
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[660] Seelenwanderung, wie se mei Nachber Traugott sich denkt.[1]

Völmals ha ech schonn gedacht:
Was werd aus d’r Seele ware[2],
Wenn se kömmt, de gruße Nacht,
Un se muß von hinnen fahre?

5
Denn das stiht doch bombenfest,

Wenn se hier ’n Leib verläßt,
Muß se a änn neien arbe[3],
Denn was labt, das kann nech[4] starbe.

Un wo werd se nachen[5] sei?
In dar Walt ös se nech merre[6],
Un se kann doch meiner Trei’
Nech in’s Blaue komm su erre,
Un das ös ju a gewöß,
Daß se noch nech fertig ös,
’s muß doch wo ä Flackchen gabe,
Wo se weiter fort kann labe.

No, es göbt ju Walten satt,[7]
All die klänn un grußen Starne;
Jeder Platz de Menge hat,
Un ech denk’ mir’sch gar zu garne:
Miß mer[8] von d’r Arde fort,
Kriech’ mer salt[9] änn annern Ort,
Bis mer alle met’n Jahren
Oemmer haller, besser waren[10].

Sim mer[11] aber fertig erscht[12],
Nachen giht es off de Sonne,
Wo De Dich verwonn’re werscht[13],
Da ös lauter Licht un Wonne,
Da ös alle Nuth vorbei,
A vorbei de Starberei,
Nachen in änn schönnern Leibe
Warn mer höbsch beisammen bleibe.

Worterklärungen: 1) werden; 2) erben; 3) nicht; 4) nachher; 5) mehr; 6) genug; 7) müssen wir; 8) dort; 9) werden; 10) sind wir; 11) erst; 12) wirst.

  1. Probe aus dem in diesem Jahre erscheinenden sechsten Hefte der „Bilder und Klänge aus Rudolstadt“ von A. Sommer.
  2. werden;
  3. erben;
  4. nicht;
  5. nachher;
  6. mehr;
  7. genug;
  8. müssen wir;
  9. dort;
  10. werden;
  11. sind wir;
  12. erst;
  13. wirst.