Seite:1859 Dalimils Chronik von Böhmen.djvu/136

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Czurntin vf dy Behem,
Daz er nit wolte werin
Vnd er vbil suchtin.
Er gebot, daz si geruchtin

5
Den hercogen behaltin

(Do legetin dy Lambortir)[1]
Vnd sprach: lazit in nit ein lust haltin!
Do legetin dy Lamborter
Den herczog in ein kerker.

10
Si martirtin in sibin iar

Mit hungir vnd stanke virwar.
Der keisir dar noch gebot,
Daz man in tote drot.
Do woltin im dy Lamborder

15
Noch irs herczin groszer ger

Des morgens, als in waz irloubt,
Habin abgeslan daz houbt.
Si liszin im des obindes sagin,
Du si im czu trinkin vnd zcu eszin gabin:

20
Iz vnd trink by diszem licht!

Du wirst vnmir morgen niecht.

Wi sante Apollinaris irledigt.

Der herczog wuste nit wy tunsitin.
Er begunde god vlizlich bitin.

25
In der nacht im irschein

Sent Apollinaris gar fein.
Er vragte in noch siner ger,
Ob er gern zcu Behem wer.
Der herczog wart do dingen,

30
Daz er geruchte in czu bringen

Czu Behem vz den bandin
Vnd heim czu sinen landin.
Er wolt mit aln sinen dingen
Tag vnd nacht in sin dinst bringen.

35
Sent Apollinaris sprach:
  1. Diese zeile zu tilgen.
Empfohlene Zitierweise:
Dalimils Chronik von Böhmen. Stuttgart 1859, Seite 136. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:1859_Dalimils_Chronik_von_B%C3%B6hmen.djvu/136&oldid=3418655 (Version vom 15.8.2018)