Seite:Adolf von Stählin - Philipp Melanchthon.pdf/31

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Gegensätze zwischen Protestantismus und Katholizismus wollen wir nicht verschärfen, es ist Gottes Wille, wie unsere Geschichte uns klar lehrt, daß beide Konfessionen in Deutschland neben einander bestehen; sie können von einander lernen, keine Konfession ist dazu da, die andern zu unterdrücken. Wir können auch auf so manchem Gebiete mit einander, auf einander zum Segen beider Gemeinschaften wirken. Wollen wir unserseits den konfessionellen Frieden aufrecht zu halten beflissen sein, wollen wir aber auch stets mannhaft eintreten für Recht, Ehre und Würde unserer Kirche!

 Vergessen wir an dem heutigen Tage und fernerhin auch nicht das Melanchthon-Haus in dem fernen Bretten!

 Gott segne Augsburg, Gott segne die evangelische Gemeinde dieser Stadt, Gott segne unsere ganze Kirche!

 Gott lasse die Konfessionskirche bald erstehen zu seiner Ehre, zur Ehre unserer Kirche, zum Schmucke dieser Stadt, zur Förderung unseres kirchlichen Lebens!




Kgl. Bayer[.] Hofbuchdruckerei von Gebrüder Reichel in Augsburg.


Empfohlene Zitierweise:
Adolf von Stählin: Philipp Melanchthon. J. A. Schlosser, Augsburg 1897, Seite 29. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Adolf_von_St%C3%A4hlin_-_Philipp_Melanchthon.pdf/31&oldid=- (Version vom 31.7.2018)