Seite:Beschreibung der Röhne und der darauf liegenden Ortschaften Frankenheim und Birx.pdf/18

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der Röhne dieser Lehre zugethan blieb, zählten sie sich dahin zur Pfarre; allein kaum wandte sich jener Ort wieder zum Katholicismus, so entwichen sie demselben, und pfarrten auf Wüstensaxen. Doch bald wurde auch die katholische Religion daselbst wieder herrschend, und sie waren vom neuen gezwungen sich eine Pfarre auszusuchen. Eben (1614) wurden sie Hennebergische Unterthanen, und die Grafen stellten es ihnen frey, sich hinzuwenden wohin sie wollten. Nun war ihnen freylich die neuerrichtete Pfarre Oberweil am gelegensten; allein ihr Lehnjunker von Tann, noch uneins mit den gefürsteten Grafen von Henneberg, besonders wegen der ihm entzogenen Pfarrechten Unterweid, sahe dieß nicht gerne, und sie wählten daher Westheim zu ihrer Pfarre. Indessen lag dieser Ort zu entfernt von ihnen, sie konnten ihre Kinder oft nicht zur Taufe bringen, und nur mit großer Beschwerniß den Kirchenverrichtungen beywohnen. Deswegen wandten sie sich nach Absterben des Pfarrers Johann Georg Kriegker, welcher einige Jahre lang wegen des Kriegs Westheim und Oberweid von diesem Orte aus versah, als diese beyde Pfarren wieder vertheilt wurden, im J. 1652 an die Regierung und das

Empfohlene Zitierweise:
Anonym: Beschreibung der Röhne und der darauf liegenden Ortschaften Frankenheim und Birx. In: Journal von und für Franken, Band 1, S. 233-254. Raw, Nürnberg 1790, Seite 250. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Beschreibung_der_R%C3%B6hne_und_der_darauf_liegenden_Ortschaften_Frankenheim_und_Birx.pdf/18&oldid=3220522 (Version vom 31.7.2018)