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          Daß ein jeder Namenstag
          Uns, den Eltern, euch, den Kindern,

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          Recht zur Freude werden mag.



          28. Die Münze.

Kind. Was thust du denn im Staube hier,
          Du glänzend Ding? komm her zu mir;
          Man könnte dich ja ganz verscharren,
          Ich will dich lieber aufbewahren.

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Münze. Wohl kannst du aus dem Staub mich heben;

          Doch mußt du mich zurücke geben
          Dem Manne dort, der mich vermißt,
          Und der dich dann auch nicht vergißt.

Kind. Gern will ich dich zum Manne tragen,

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          Er soll nicht lange nach dir fragen.

          He! Mann, schaut diese Münze da,
          Ihr habet sie verloren ja!

Mann. Ach ja, mein Kind, die Münz ist mein,
          Nun kann ich doch mich wieder freun;

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          Und dieß Geschenklein geb ich dir

          Von Herzen gern zum Dank dafür.


          29. Die Sonne.

Kind. Du bist eine liebe Sonne,
          Aller Menschen Freud und Wonne,
          Solltest dich uns immer zeigen,
          Niemals hinter Berge neigen,

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          Niemals ins Gewölk verstecken,

          Alles stets zur Freude wecken.

Empfohlene Zitierweise:
Wilhelm August Corrodi: Fünfzig Fabeln und Bilder aus der Jugendwelt. Zürich 1876, Seite 53. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Corrodi-Fabeln_und_Bilder.djvu/53&oldid=- (Version vom 18.8.2016)