Seite:Dämon Chanawutu.pdf/63

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Nichts – kein Wort aus ihm herauszubringen.

„Ihre Frau ist verhaftet worden … Sie tun klug, alles einzugestehen.“

Nichts … –

Es klopfte …

Ein alter, abgerissener Landstreicher trat ein. Ich schnellte hoch … „Harald, woher kommst du?“

„Oh – aus Görlitz, vom Haubenberg, von den Förstereien der Umgegend … Ich war hinter Chanawutu her …“

„Und – deine Mütze?!“

„Die hatte ich zweckentsprechend präpariert und dort hingelegt, wo du sie wohl gefunden haben wirst, mein Alter …“

Er verbeugte sich vor Lefelds … „Wir wollen die Sache kurz abmachen … – Gnädige Frau, hier sind Ihre Juwelen. Frau Reimert hatte sie nach dem Diebstahl in dem Kindersarg des Erbbegräbnisses in Ihrem Park versteckt. Ich hätte den Diebstahl verhindern können, aber – man soll Frauen eine kleine Freude gönnen.“

Er reichte Frau Otti ein Päckchen und drehte sich Hans Reimert zu.

„Nun, Chanawutu, – wollen Sie noch immer leugnen? Ich habe ein wenig hier an der Tür gelauscht. Mein lieber Freund Schraut hat viel geleistet. Der Knalleffekt entging ihm. Sie sind Chanawutu. Sie sind der seit Jahren gesuchte internationale Hoteldieb, der zumeist als Graf Mallrosa auftrat. Sie spielten hier den Geisterradler, weil Sie leidenschaftlicher Wilddieb sind – so nebenbei noch. – Von Görlitz aus erkundigte ich mich in Hamburg nach Ihrem Vorleben. Sie wurden in Kalkutta als Sohn eines deutschen Konsulatsunterbeamten geboren. Sie heirateten später Anni, geborene Winter, eine berüchtigte Taschendiebin, wie sich nun herausgestellt hat. Der von dem Panther Cassius Zerrissene ist Ihr Schwager Hugo Winter, Artist fünfter Güte, vielfach vorbestraft. In Hamburg hatten Sie Ihre Dauerwohnung als

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Dämon Chanawutu. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1928, Seite 63. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:D%C3%A4mon_Chanawutu.pdf/63&oldid=- (Version vom 31.7.2018)