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biederer Monteur, der immer auswärts beschäftigt war – in Hotels – – als Dieb … – Sie sehen, das Spiel ist aus. Das Zuchthaus winkt Ihnen und Ihrer Frau. Verdient haben Sie es reichlich. Als Sie vorgestern nacht in Ihrer Verkleidung mit Ihrem Handwagen an mir vorüberzogen, folgte ich Ihnen. Ihre Lehmhöhle haben Sie vernichtet. Ihr Motorrad liegt nun in einem Heuhaufen auf Ihrer Wiese – auch die beiden Koffer.“

Reimert war sehr bleich.

Ja – das Spiel war aus …

Draußen fuhr schon ein Auto mit Kommissar Göbbel vor.

Noch einmal habe ich dann Frau Reimert, die blonde Heuchlerin, wiedergesehen: Nachmittags vor dem Untersuchungsrichter in Greifenberg.

Sie weinte viel …

Komödie – wie alles an ihr … –

Und abends saßen wir dann auf der Gartenterrasse von Schloß Sagan bei einer Bowle gemütlich beieinander[1], saßen bis zwei Uhr morgens, und ich hatte einen leichten Schwips, als wir dann in unsere Gastzimmer nach oben gingen … Eine herrliche Woche folgte … In Berlin zerflossen die Leute vor Hitze. Wir hatten es besser … In den kühlen Räumen des alten Edelsitzes ruhten wir aus von der Jagd nach Chanawutu.

Frau Otti hat für ihre Juwelen jetzt ein besseres Versteck gefunden. Und das habe ich ihr vorgeschlagen. –

Auch die Ferien gingen vorüber. Leider. Denn auch Saalborg hatte uns eingeladen. Wir siedelten nach dem Haubenberg über, wo die witzige Geschichte mit der Katze der Miß Wendnoor begann …

Darüber das nächste Mal.





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Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Dämon Chanawutu. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1928, Seite 64. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:D%C3%A4mon_Chanawutu.pdf/64&oldid=- (Version vom 31.7.2018)