Seite:Das Bergwerk der Abgeschiedenen.pdf/121

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Kosima begann zu sprechen. Klar, in kurzen Sätzen, – ein seltsames Bild rollte so vor uns ab …

Ein Lebensbild eines Fanatikers:

Ihres Vaters! – –

Sie war nicht Engländerin, ihre Heimat war die grüne Insel Irland, wo das rötliche Haar daheim, wo der Freiheitsdrang nimmer schlief.

Als Irländer hatte ihr Vater Arthur Gardener auch für die Selbständigkeitsbestrebungen anderer Völker volles Verständnis.

Mehr noch: Er half, wo er konnte, er war Musiker, Künstler, und doch ein zäher, kluger, kraftvoller Mann, der bei den Engländern verhaßt war.

Als er fühlte, daß es mit ihm infolge eines inneren Leidens zu Ende ginge, waren seine beiden Kinder Leslie und Kosima bereits erwachsen, und deshalb vertraute er ihnen in großen Umrissen ein Geheimnis an, das seine häufigen langen Reisen und seine überraschende Kenntnis fremder Länder und auch sein Wissen über nautische Dinge genügend erklärten.

Nicht ganz erklärten, denn seine Zunge war durch einen Eid gebunden, genau wie die seines Vaters, seines Großvaters, denn drei Generationen hatten den Indern der „Schlafenden Wale“ bereits treu gedient.

Er erzählte seinen beiden Kindern, von denen Leslie nur seine künstlerischen Neigungen geerbt hatte, im übrigen jedoch ein weichlicher, träumerischer Charakter geblieben, folgendes:

„Im Golf von Mexiko gibt es ein ausgedehntes Riffeld, in dessen Mitte die Natur ein Wunder geschaffen hat, das durch einen Zufall einer Anzahl flüchtiger indischer Rebellen bekannt wurde. Aus

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 121. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/121&oldid=3176196 (Version vom 30.6.2018)