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Und was brachte diese Nacht …?!

Menschenentschlüsse scheitern am harten Riff des Schicksals …

– – Ich sitze auf der windschnellen Pinasse der Aschfahlen und schreibe all dies an einem kleinen Schreibtisch nieder, über dem das Bild eines Inders in phantastischer Kleidung, ein künstlerisches Ölgemälde, hängt.

Die Pinasse ist unterwegs nach den „Schlafenden Walen.“


14. Kapitel.
Am Wendepunkt.

.

… Der Tag damals nach Kosimas Erzählung schlich endlos träge hin, ein glühend heißer Tag, erschlaffend, doppelt erschlaffend, weil wir bis zum Eintritt der Nacht zur Untätigkeit verurteilt waren.

Pi rauchte unzählige Pfeifen, verbrauchte die doppelte Tagesportion Priem und schliff stundenlang sein Messer und übte sich im Werfen, ölte unsere Pistolen fast zu sehr und zeigte, daß auch er Nerven besäße.

Kosima und ich hockten zumeist nebeneinander auf einem Ast des Mahagonibaumes über unserem Boote, Hand in Hand, und das liebe Mädel hat mir die Beherrschung von Blick und Wort noch nie so schwer gemacht …

Vielleicht war es Absicht … Vielleicht wünschte sie insgeheim oder unbewußt, daß das Kartenhaus der Freundschaft zusammenbräche …

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 127. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/127&oldid=3176202 (Version vom 30.6.2018)