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seinem Doppelboden ersetzt wurde, und fortan ging alle vier Monate ein Goldtransport ab, der auch regelmäßig in die Hände derer gelangte, die wir unterstützen sollten. Ali Achmed und Singh Gapur waren lediglich Agenten von untergeordneter Bedeutung, – sie werden auf einer Insel genau wie Ernest Gardener darüber nachdenken können, wie bitter sich jeder Betrug rächt. Gardener hat übrigens schon schriftlich verfügt, daß sein Vermögen milden Stiftungen zufallen soll, mit der Erklärung, er beabsichtige, sich endgültig von der Welt zurückzuziehen.“

Pi griff jetzt vorsichtig nach der Pfeife. „Darf ich, Miß …“

Ariane lächelte. „Bitte … – Haben Sie noch etwas zu fragen, Mr. Abelsen?“

„Nur eins … Der Inder, der kurze Zeit auf der Hungerklippe weilte, gelangte wohl durch einen Unfall dorthin?“

„Ja, – er wurde während des zweitägigen Orkans über Bord gespült …“

„Und seine inbrünstigen Gebete und deren sichtbarer Erfolg, dann die Brettstücke mit den Inschriften?“

Jetzt lächelte die Begum Ariane sehr spitzbübisch.

„Die Strömung trieb die Brettstücke der unterhalb des Horizontes kreuzenden Pinasse zu, den Lauf der Strömung kannten wir ganz genau, und die Gebete und der aufsteigende weiße Stern: Alles Täuschung und ein sehr gutes Fernrohr und eine Rakete, Mr. Abelsen. Übernatürliche Kräfte gibt es kaum, jedenfalls verfüge ich nicht darüber.“

Inzwischen war Kosimas dunkles Köpfchen immer schlafsüchtiger an meine Schulter gesunken.

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 145. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/145&oldid=3176255 (Version vom 30.6.2018)