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„Auf dem Schoner befanden sich noch Leute, sie werden schwimmend entflohen sein, und sie mögen die bewaffnete Meute alarmiert haben.“

Durch das Glas erkenne ich zwei Zerstörer, – aber auch im Norden und Süden blinken helle Lichtbahnen …

Die „Schlafenden Wale“ sind eingekreist. Es handelt sich um eine großangelegte Aktion, was nicht weiter erstaunlich ist, denn wenn die flüchtigen Nigger des Schoners die Angeber gespielt haben, erhofft diese Flotte dort einen guten Fang. Ein Wunder nur, daß die dunklen Boote dort mit den schrägen Scheinwerfern die Bucht am Kap Antonio nicht blockiert haben. Hoffen sie, uns trotzdem abfangen zu können?!

Arianes Erregung ist verständlich. Es geht hier um mehr als nur um Freiheit und Sicherheit, es geht hier um das Leben all derer, die dort in den unterseeischen Hohlräumen ahnungslos auf die Ebbe warten, um dann frische Luft in ihre seltsame Welt hineinzulassen. Ein einziger Granatschuß würde genügen, nicht nur das Bergwerk zu ertränken, sondern mit ihm ungefähr siebzig Menschen, – Männer, Frauen, Kinder …

Mir erscheint es auch gewiß, daß die großen modernen Zerstörer längst ihre Barkassen ausgesetzt haben und in diesen in den Riffkanälen umherschwärmen.

Die Lage ist fast verzweifelt, – wir dürfen nicht näher heran, wir müssen sogar schleunigst nach Norden oder Süden abbiegen, um dieser gepanzerten Meute zu entgehen.

Unsere schwarze Pinasse wendet auf Arianes Befehl nordwärts, der Schoner folgt mit gerefften

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 148. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/148&oldid=3176258 (Version vom 30.6.2018)