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16. Kapitel.
Wie Indra ertrank.

Eine Faust rüttelt mich aus bleiernem Schlaf.

„Aufwachen!! Gefahr!!“

Ich schnelle hoch …

Vor mir steht Ariane mit einer halb abgeblendeten Laterne.

„Abelsen, irgend eine Schurkerei …“, keucht sie mit verzerrten Lippen. „Vor den Riffeldern kreuzen Torpedoboote mit hohen Aufbauten …“

Auch Pi wird munter, Mr. Black desgleichen, und Black schimpft über die Störung.

Ariane zieht mich an Deck. Ich habe in Kleidern geschlafen, – auf die Kajüten des Schoners verzichtete ich, die eine riecht nach Nigger, die andere nach Dolores, und beides verträgt meine Nase schlecht.

Die Nacht ist wolkig, dunstig, der Wind fährt in unregelmäßigen Stößen über den Ozean.

Weder die große Pinasse noch der Schoner zeigen irgend ein Licht. Wir schleichen dahin wie Diebe und haben doch ein reines Gewissen. Weit vor uns leuchten grelle Lichtkegel, die dauernd hin- und hergleiten: Scheinwerfer“

Ariane drückt mir ein Fernglas in die Hand.

„Abelsen, sie suchen mich, uns, das Bergwerk der Abgeschiedenen … Nena und die Seinen waren ja für die Welt tot … – Wie kommen die Kriegsschiffe hierher?!“

„Ein Fehler von uns“, meinte ich achselzuckend.

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 147. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/147&oldid=3176257 (Version vom 30.6.2018)