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Das Meer drang ein, das Meer nahm, was ihm gehörte.

Gurgelnd, brausend, tosend schießt es in die Tiefe, füllt die Höhlen …

Der Traum ist aus. –

Wir schlängeln uns davon – gen Südwest, unser Lotse kennt jeden der Schlafenden Wale, weicht den Untiefen aus, – noch eine halbe Stunde: Wir sind entkommen – – und ich bin ausgeschaltet …

Meine kleine Freundin läßt den Bruder nicht aus den Armen.

Glücklicher Leslie!!

Übrigens ein famoser, strammer Junge, der uns allen gefällt … – –

Das Bergwerk der Abgeschiedenen ertrank. Das Meer füllte es aus … Niemand wird je wieder in jene Tiefen hinabsteigen.

Und ich ertränkte die Versuchung, die sich mir in Mac Intocks schönem Lagunenheim zärtlich näherte …

Kosima hat mich so herzlich gebeten, mein Leben umzustellen …

So herzlich …

Es war Abend, und die großen Glühwürmchen ballten sich unter den rauschenden Palmen zu ganzen Wolken zusammen …

Die süße Luft der Tropen mit den nur nachts ihre keuschen Kelche öffnenden Blüten war ein Rausch von Sehnsucht.

„Morgen werde ich mich entschieden haben, kleine Freundin …“

Und dann ein letzter Händedruck …

Und nach Mitternacht mache ich die Pinasse

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 159. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/159&oldid=3176269 (Version vom 30.6.2018)