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Ich wurde gezwungen, die Briefe herauszugeben. Im übrigen hat man uns nicht belästigt, nur genau ausgefragt, was Mr. Abelsen über den Schiffbrüchigen uns erzählt hätte. Da er uns hierüber[1] nichts mitgeteilt hat, wurden wir unbehelligt gelassen. – Gomez Pisisto, Kapitän.

Der zweite Zettel war von größerer Bedeutung.

Da stand in steilen, schmucklosen Buchstaben einer überaus energischen Frauenhand:

Jeder Versuch Ihrerseits, die Klippe zu verlassen und uns nachzuspüren, kostet Ihnen das Leben.
Ariane 3
Begum von Indra.

Der Bratapfel spie über Bord. „Das nennt man kurz und bündig, Mr. Olaf …! … Kostet Ihnen das Leben! – Abgemacht! – Aber wem es das Leben kostet, steht doch noch nicht völlig fest, wir sind jetzt unser drei, der Bengel Kosimo macht sich, dagegen ist nichts zu sagen, und die Frechheit werde ich ihm schon noch austreiben. Nachts segeln wir ab.“

Als wir vor die Hütte kamen, hatte Kosimo den Tisch so nett gedeckt, daß Pi seine Schlitzaugen unheimlich weit aufriß und den bescheiden in der Tür stehenden Mulatten argwöhnisch fragte:

„Sag mal, warst du etwa schon Steward auf einem anständigen Dampfer?!“

„Vielleicht – kann sein“, erwiderte[2] Kosimo und lud uns durch eine sehr liebenswürdige Handbewegung zum Platznehmen ein.

Es war das erste gemeinsame Mahl zu dreien,

  1. Vorlage: hierübeer
  2. Vorlage: erwiederte
Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 33. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/33&oldid=3176278 (Version vom 30.6.2018)