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zum Reiche Indra zu entdecken, ohne Erfolg geblieben, bescherte uns der Zufall ein Schauspiel, das etwa dem geglichen haben muß, das die Robinsonklippe mit ihrem qualmenden Scheiterhaufen dargestellt haben mußte.

Nebel stieg nachts auf, künstlicher Nebel, und im Schutz dieser Wolken wurde der kleine Motorschoner beladen, der dann gen Buena Vista schaukelte …

Und damals entschloß ich mich, das Problem von einer anderen Seite anzupacken. Wir folgten dem Schoner, wir landeten an einsamer Küstenstelle, und Kosimo und ich erschienen in Buena Vista als harmlose Touristen, als Herr und Diener, kauften das Nötige in Samuel Packersons Universalmagazin ein (zugleich Pfandleihe, Bank und Opiumhöhle), nachdem Mr. Packerson mir für den einen Smaragd, den ich als Andenken an König Tutul Xius versunkene Stadt im Brustbeutel bei mir getragen, ganze dreihundert Dollar bezahlt und tiefstes Stillschweigen gelobt hatte. Von den dreihundert schmierigen Lappen nahm er mir nachher wieder hundert für Koffer, Wäsche, Anzüge ab, und so hielten Kosimo und ich frisch herausstaffiert unseren Einzug in den duftenden „Union Jack“, wo ich schon am ersten Abend in dem einen kaffeebraunen Gentleman den Kapitän des bewußten Motorschoners und in seiner Tischgenossin die echte spanische Tänzerin Dolores wiedererkannte und mit den Allüren eines gewiegten Hochstaplers beider Freundschaft gewann, was mich wieder fünfzig Dollar kostete …

Immerhin …

Die Anknüpfung trauterer Beziehungen war geglückt, und meine Hoffnung, auf diesem Wege

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Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 63. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/63&oldid=3176307 (Version vom 30.6.2018)