Seite:Das Land Gigantea.pdf/28

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jüngeren Mitglieder der kleinen Ansiedlung begleitet. Besonders Henrich Wend, der ja ohnehin mit zärtlicher Liebe an dem Erfinder hing, bat immer wieder mitkommen zu dürfen, was ihm auch nie abgeschlagen wurde.

Bei diesen Expeditionen nach den fernen Teilen dieses Märchenlandes am Südpol erlebten die Forscher nicht selten allerlei nicht ganz ungefährliche Abenteuer mit den riesigen Vertretern der Tierwelt, die hier heimisch waren, deren größte Arten jedoch, wie zum Beispiel der Atlantosaurus, zumeist inmitten der ungeheuren Sumpfgebiete hausten, die fast die ganze Mitte von Gigantea bedeckten. Auch hatten sie wiederholt bei ihren Luftreisen recht unangenehme Begegnungen mit jenen Riesenvögeln, von denen Kräwel gleich zu Anfang ihres Aufenthaltes hier ein besonders starkes Exemplar erlegt hatte, dessen mit langen, spitzen Zähnen ausgestatteter Raubtierschnabel eine nicht minder furchtbare Waffe als die kolossalen Krallen war. Zum Glück konnte man diesen geflügelten Ungeheuern leicht mit der Büchse beikommen, und schon eine leichte Verwundung genügte stets, sie zu verscheuchen. Einmal wurden die Forscher auch Zeugen eines Kampfes zwischen einem Brontosaurus-Weibchen und einem dieser mächtigen Raubvögel. Dieser schien es auf das Junge des Brontosaurus abgesehen zu haben, das neben der Mutter auf einer Sumpfwiese gelegen hatte. Der Riesenvogel zog bei diesem Angriff jedoch den kürzeren und blieb schließlich tot auf dem Kampfplatz zurück.

Seiffert und Kräwel stellten durch diese häufigen Ausflüge dann auch fest, daß die Angabe Peter Strupps und Karl Wends, das Land Gigantea sei von ungefähr kreisförmiger Gestalt und rings von Gebirgen begrenzt, deren Höhe die des Himalaya noch übertreffe, durchaus richtig war. Nach einigen Vorbereitungen rüsteten sie sich dann auch eines Tages zu einem Fluge nach jenem Grenzgebirge, das der Niederlassung am nächsten lag und zu dem auch das Tal gehörte, wo der endlose Tunnel mündete. Ihre Absicht

Empfohlene Zitierweise:
W. Belka: Das Land Gigantea. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1919, Seite 27. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Land_Gigantea.pdf/28&oldid=- (Version vom 31.7.2018)