Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/57

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Schritt vorwärts zu machen auf seiner Reise um die Welt und zwar nach China. Herr Professor Pietro Poletti aus Mailand, welcher Volapük studiert hatte, unterhielt nämlich einen lebhaften Verkehr mit China und betrieb die Agitation für Volapük in China selbst, als er in das Bureau des Zollhauses in Amoy versetzt wurde.

Anfangs August erschien ein neues Weltspracheblatt in Antwerpen, „Nogan volapükik plo Beljän e Nedän“, herausgegeben von A. Heyligers. Das Holländische Weltspracheblatt war nämlich in der Zwischenzeit eingegangen, auch die weltsprachliche Bewegung war ein wenig ins Stocken geraten, vermutlich weil es an einer einheitlichen Organisation fehlte. Auch erschien in dieser Zeit: „Volapükatid, Weltspracheunterricht in 2 Kursen“ von A. Colling und die 2. Auflage von „Weltsprachliche Humoristika“ von R. Kniele, im Verlage von Aug. Feyel in Ueberlingen.

Die Tage vom 6. bis 9. August waren die des 2. Kongresses aller Weltsprachefreunde in München, welche Tage sich durch herzlichen Empfang, begeisterte Ovationen und unterhaltende Festlichkeiten auszeichneten. Die Tage der Arbeit waren aber auch strenge, und hatten die Gründung eines Klub valemik (allgemeinen Weltsprachevereins), welcher aber nicht zustande kam, sowie einer Weltspracheakademie zur Folge. I. Vorstand und Leiter der Akademie ist und bleibt selbstverständlich Herr Schleyer, als II. Vorstand und Direktor der Akademie wurde Herr Professor Aug. Kerkhoffs in Paris gewählt. Auch wurden sogleich aus den Ländern, in welchen Volapük schon größere Ausbreitung gefunden, Akademiker (Kademals) gewählt, denen später noch einige zugeteilt worden. Diese Akademie wurde geschaffen zur Wahrung der Einheit und unverfälschten Erhaltung der Weltsprachegrammatik und zur Mithilfe am Ausbau des Wörterbuches. Ob diese Körperschaft ihrer Aufgabe genügen wird, dürfte von dem maßvollen Verhalten und dem einheitlichen Zusammenwirken der in erster Linien berufenen Elemente abhängen, worauf