Seite:Deß Weltberuffenen Simplicissimi Pralerey und Gepräng mit seinem Teutschen Michel.djvu/7

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Caput I.
Lob der Sprachkündigen.

Mehr als gewiß ists / und es wirds auch nimmermehr kein Verständiger verneinen / daß es einem Manns-Menschen (die Weibsbilder werden billich von diesem Geschäfft in seiner gewissen Maaß ausgeschlossen / weil nicht viel auf die geraifte Frauen und erfahrne Jungfern gehalten wird) nicht übel: sonder recht wol / zier- und löblich anstehet / wann er vieler Sprachen erfahren; Und wann ein solcher das Lobwürdige / so er gelernet und begriffen / seinem Vatterland zum besten: und seinem Nächsten zum Nutzen anzulegen genaigt und beflissen ist / so ist er billich mehr zu ehren und hervor zu ziehen / als sonst tausend seiner andern Landsleuth / die nur hinterm Ofen gesessen / und nichts anders können / als Aepffel oder Birn braten.