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Liebe wurde so belohnt, indem sie nun nicht mehr nöthig hatte, die früheren langen Wanderungen anzutreten.

Ausserdem hiess die Königin des berühmten Wan wang auch Keang. Eines Tages nahm sie ihren Kopfputz ab, fiel auf die Knie vor ihrem Herrn und verlangte Bestrafung. Wan wang sagte, sie habe kein Verbrechen begangen, wesshalb er sie auch nicht bestrafen könne, darauf erwiderte sie, dass sie wohl ein Verbrechen begangen, in sofern sie die Ursache sei, wesshalb der König so lange Frühmorgens im Bette läge und durch diese üble Gewohnheit bliebe mancher Kummer des Volkes unberücksichtigt, Wan wang verstand den Wink und stand künftighin früher auf. S. Gonsalves Arte China. Nr. 15.

Keaou Lẅans Anspielung bezieht sich wahrscheinlich auf die erste dieses Namens.

Note K. – S. 49.

Min Tsze Keen war ein Schüler des Confucius und berühmt wegen seiner kindlichen Liebe. Als seine Mutter starb, heirathete sein Vater ein anderes Weib, die ihm noch einen Sohn gebar. (Manche sagen, dass sein Weib ihm zwei Söhne gebar.) Sein Vater war ein Kutscher von Profession und Minkeen pflegte ihn zu begleiten, um den nöthigen Umgang mit der Peitsche zu erlernen, oder pflegte seinen Vater die Schiebekarre mit fortzuhelfen. Eines Tages sah sein Vater, dass der arme Junge vor Kälte zitterte und sagte desshalb zu ihm: „Ei, Junge, Du hast ja ein nettes, mit Kattun gefüttertes Kleid an; wie kommt es, dass Du so kalt bist, wie ein Eiszapfen.“ Als er ihn aber näher untersuchte,

Empfohlene Zitierweise:
unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 95. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/097&oldid=- (Version vom 31.7.2018)