Seite:De Memoiren einer Sozialistin - Lehrjahre (Braun).djvu/379

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auf der Platte festzuhalten, und „Exzellenz müssen es unbedingt auch in Augenschein nehmen –“ fügte er eifrig hinzu. „Zum Donnerwetter, was ist es denn?“ sauste mein Vater ihn an. „Es heißt für jeden deutlich –.“

„Extrablatt! Extrablatt!“ unterbrachen den ängstlich stotternden Leutnant in diesem Augenblick viele Stimmen. „Heute Morgen elf Uhr ist Kaiser Friedrich gestorben!“

Der junge Offizier wurde leichenblaß. „Elf Uhr?!“ wiederholte er langsam. „Um diese Stunde entstand die Schrift!“

Wir traten in den Kasernenhof. Das ganze Regiment schien versammelt und starrte wie gebannt auf den regenfeuchten Platz. Mitten darauf stand in riesigen Lettern:

W W II.
Empfohlene Zitierweise:
Lily Braun: Memoiren einer Sozialistin. Albert Langen, München 1909, Seite 377. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Memoiren_einer_Sozialistin_-_Lehrjahre_(Braun).djvu/379&oldid=- (Version vom 31.7.2018)