Seite:De Peter Halket (Schreiner).djvu/059

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Waffen und die Gewalt verliehen und das Böse, das er damit verübt, ist mehr unser als sein Thun. Wenn Rhodes seinen Zweck in Südafrika erreicht und es soweit käme, daß vom Zambesi bis zum Meere der Weiße über den Weißen herfällt, wenn das Herz jedes Mannes mit Groll gegen seinen Bruder erfüllt ist und das Land mit Blut, wie mit Regen getränkt wird, wie sollte ich dann den Mut haben zu beten, da ich mich gefürchtet habe zu reden? Meine nicht, daß ich mich freuen würde, diese Männer bestraft zu sehen.

Mögen sie die Millionen behalten, die sie diesem Lande abgepreßt haben und in ihre Heimat zurückkehren, um dort in Reichtum, Üppigkeit und Genuß zu leben, wenn sie nur das Land verlassen, das sie gemartert und heruntergezogen haben. Mögen sie das Geld behalten; wir werden um so viel ärmer sein; aber sie können dann nicht mehr unsere Freiheit damit unterdrücken. Soll ich Sonntag auf Sonntag Gott anflehen, über diesem Lande zu walten und um die Herzen aller seiner Kinder ein Band innigster Gemeinschaft zu schlingen, wenn ich sehe, daß dieses Volk verraten wird? Wenn ich sehe, daß eine goldene Hand den Mund zuhält und die freie Rede erstickt, wenn uns von dieser goldenen Klaue die Freiheit entwendet wird, wenn die nächste Generation den Männern ausgeliefert wird, die uns das Köstlichste genommen

Empfohlene Zitierweise:
Olive Schreiner: Peter Halket im Mashonalande. Berlin 1898, Seite 59. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Peter_Halket_(Schreiner).djvu/059&oldid=- (Version vom 31.7.2018)