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konnten, und jedes der Tiere meinte von dem anderen angegriffen zu werden. Sie fielen über einander her und kämpften: sie rissen sich die Seiten blutig, bis das Feld rot von Blut war und der Boden unter ihnen dröhnte. Die Vögel saßen lauernd dabei, während das Blut floß, kamen sie immer näher. Schließlich war die Kraft beider Tiere erschöpft und sie sanken matt zu Boden. Nun setzten sich die Vögel auf sie und thaten sich gütlich, bis sie sich vollgestopft hatten und die langen nackten Hälse von Blut tropften, und sie mit ihren scharfen Schnäbeln tief in den Eingeweiden der toten Tiere wühlten und mit ihren funkelnden Augen auf sie herniederblickten. Und der König der Vögel hackte den Tieren die Augen aus und fraß ihre Herzen; und als er übersatt war, blieb er nahe von ihnen auf dem Stein sitzen und klappte mit den Flügeln.‘

„Peter Simon Halket, sprich zu den weißen Männern und Frauen in Südafrika: ‚Ihr habt ein schönes Land; Ihr und Eure Kindeskinder könnt es nicht ausfüllen, selbst wenn Ihr jeden Fremdling, der herkommt, um mit Euch zu leben und zu arbeiten, mit offenen Armen aufnehmen wolltet. Ihr seid Zwillingsäste eines Baumes, Söhne einer Mutter. Ist Euch dieses Land nicht groß genug? Müßt Ihr einander zerfleischen, auf das Geheiß von solchen, die nur darauf lauern, sich von Euren Eingeweiden zu

Empfohlene Zitierweise:
Olive Schreiner: Peter Halket im Mashonalande. Berlin 1898, Seite 76. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Peter_Halket_(Schreiner).djvu/076&oldid=- (Version vom 31.7.2018)