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bis 2. Jänner 1679 das Gut Königshof und wurde dann ins Stift zurückberufen, wo er 1. Jänner 1680 bis 1. Jänner 1681 das Amt eines Schaffners der hinteren Waldungen und 1. Jänner 1681 bis 21. Jänner 1688 das eines Kämmerers bekleidete. Beim Herannahen der Türken flüchtete er sich 1683 mit den letzten Brüdern aus dem Stifte durch die steiermärkischen Alpen nach Oberösterreich und kehrte nach der Befreiung Wiens wieder ins Stift zurück. Er versah nun bis zum Juni 1684 mit den wenigen im Kloster anwesenden Mönchen die Seelsorge in den Pfarreien Alland, Heiligenkreuz und Gaden, war 1683 bis 21. Jänner 1688 zugleich Schaffner der hinteren Waldungen und 1683 bis 26. Jänner 1685 Kastner, Küchen- und Kellermeister. Am 21. Jänner 1688 wurde er abermals Verwalter in Königshof, starb aber daselbst an Dysenterie bereits am 13. August 1689 und wurde in der Pfarrkirche zu Steinbruch begraben. „Fidelis monasterii nostri oeconomus“, sagt Höffner. Seywitz rühmt ihn als „artificiosus tibicen“.

535. Placidus Beyer,

am 29. März 1641 zu Löwenthal in Schlesien geboren, wurde am 8. Sept. 1662 eingekleidet, legte am 8. (al. 9.) Sept. 1663 die Gelübde ab und feierte am 8. August 1666 seine Primiz. Noch als Cleriker war er einige Zeit Adjunct des Kellermeisters und Refectorar und bekleidete 22. Mai 1666 bis 6. Jänner 1667 und ein zweitesmal 21. April 1669 bis Juli 1683 das Amt eines Küchenmeisters. Vor den Türken floh er 1683 nach Neuberg, wo er bis 3. Dec. 1684 blieb. Am 7. Dec. 1684 kehrte er wiederum ins Stift zurück, war vom 26. Jänner 1685 bis 25. Mai 1688 abermals Küchenmeister, 12. Februar bis 4. März 1685 zugleich auch Kastner und wurde am 25. Mai 1688 Verwalter von Wildeck und Sparbach, welche Ämter er bis zu seinem Tode innehatte. Er starb im Stiftshofe zu Wien am 25. Juli 1690 und wurde in Heiligenkreuz begraben. „Religiosus humilis et in officiis sibi commissis sedulus et fidelis“ (Höffner).

536. Melchior Hueber,

am 9. April 1645 (al. 1646) zu Mödling in Niederösterreich geboren, wurde am 28. Oct. 1662 eingekleidet, legte am 1. Nov. 1663 die Profess ab und feierte am 1. Nov. 1669 seine Primiz. Er war vom 16. Mai 1670 bis 6. Jänner 1672 Sacrista, hierauf für einige Zeit Adjunct des

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 112. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/129&oldid=- (Version vom 24.6.2020)