Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/14

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

ihrer Heimat, sie betrachten das Tier ausschließlich vom Standpunkt des Nutzwertes.

Als ich, durch hohe Akazienbüsche gedeckt, den Felshügeln mich näherte, begann Freund Fennek sich plötzlich sehr ängstlich an meine Füße zu drängen und klemmte die Standarte warnend zwischen die Hinterbeine. Ich begann daher zu kriechen, ich hatte den Wind schräg von vorn, ich konnte also selbst von den Wachen der Mantelpaviane kaum vorzeitig gewittert werden …

Und dann nach Überwindung eines steilen Geröllstreifens, der größte Vorsicht erforderte, hatte ich ein Bild vor mir, wie es nur in Märchenbüchern vorkommen sollte …:

Mitten im Kreise von vielleicht zweihundert Hamadryas saß auf einem hohen Steine eine Europäerin, die Hände um das etwas hochgezogene Knie gefaltet …


2. Kapitel.
Auf dem Affentanzplatz.

Man suche sich Folgendes vorzustellen:

Ein kleines, steiniges, flaches Plateau, links zerklüftete Hügel, als Hintergrund ein dichtes Waldstück, rechts die Hochsteppe mit Büschen und Baumgruppen, – auf dem Plateau rings um die in ein helles, loses Gewand gekleidete Frauengestalt ein

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 13. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/14&oldid=3298739 (Version vom 31.7.2018)