Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/189

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Haß erfüllt sei, und ich wagte nicht, mich ihm zu nähern, bis das Schicksal ihn mir als Todwunden zurückgab. Ich fürchtete, er würde sterben, ich brachte ihn hier vor das Antlitz Mennikaras und wollte ihm hier eingestehen, daß ich allein schuld daran gewesen, daß unsere Liebe starb. – Doch diese Höhle, die Affen, – – all dies verschlimmerte nur seinen Zustand, deshalb trug ich ihn zurück zu Ihnen, Abelsen, – zurück in die Sonne und das Licht. Er wurde gesund, und ihr drei, Freund Olaf, erschient hier auf dem Plateau im Norden, ich nahm euch auf, und Vincent tat, als wäre ich ihm eine Fremde. Er liebte mich nicht mehr, ich bedeutete ihm nichts mehr, er verspottet mich noch jetzt, – – und deshalb soll er nie erfahren, daß ich mich nach ihm gesehnt habe, daß ich jedoch zu stolz bin, ihn, der mich verhöhnt, um Verzeihung zu bitten …“

Homra, der Oberzauberer, trat plötzlich näher.

Mit einem raschen Griff warf er den Deckenzipfel von seinem Gesicht, – – aus Lylians Kehle kam ein schriller Ruf, und zwei Menschen, die das Geschick getrennt hatte, lagen sich in den Armen und vergaßen alles ringsum – – auch ihre Freunde Patumengi und Olaf, die leise sich entfernten und im Hintergrunde der Grotte die dort aufgestellten uralten Kostbarkeiten besichtigten.

Der Häuptling der Doko sprach zu mir:

„Tursts Doppelrolle als Doktor Turst und als Homra, der Zauberer, findet eine sehr einfache

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 188. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/189&oldid=- (Version vom 31.7.2018)