Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/7

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Clown oder ein Teufel auf seinem Tiere hockt, – so sind wir zu zweiundzwanzig in die Vorberge gelangt, hinter denen sich das Gebirgsmassiv des abessinischen Hochlandes auftürmt und wie ein dunkles Rätsel mich anzieht … –

Man hat über Südabessinien bisher, so sagte mir mein Freund Sir Forrester, wenig gedruckt, – und er muß es wissen, er ist ein großer Gelehrter von fabelhafter Vielseitigkeit.

Man hat, sagte er, über die bequem zugänglichen Teile Abessiniens, in denen man heute genau so sicher reist wie in Amerika etwa – Eisenbahnbanditen sollen vorkommen! – sehr, sehr dicke Bücher verfaßt mit sehr klaren schönen scharfen Photographien, – – aber diese Bücher, meint er, und das will doch schon etwas heißen, wenn er das meint, sind so trocken wie Hartbrot in der Wüstenluft und so nüchtern wie ein dreckiger Wollo-Galla nach einer Bandwurmkur.

Bitte: Band – wurm – kur!!

Scherz beiseite, die Sache ist bitter-ernst. Die Wollo-Galla sind nämlich Rohkostanhänger, Rohfleischesser, Rindfleischliebhaber, – in Deutschland nennt man so was „Gehacktes“ …

Sie leiden alle, alle an diesem unliebsamen Innengast von sieben bis zehn Meter Länge.

Tatsache.

Dafür hat ihnen auch die allgütige Mutter Natur in ihren Bergen und Hochsteppen „abführende“

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/7&oldid=- (Version vom 31.7.2018)