Seite:Die Schätze des Wahhabiten.pdf/11

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Außenhaut völlig mit Leuchtmikroben bedeckt war. (Der liebe junge Leser wird die hier nur kurz angedeuteten Geschehnisse im vorigen Bändchen, „Die Rätsel des Dschebel el Dachali“ eingehender geschildert finden.)

Die Grotte, durch die die mit der Örtlichkeit gut vertrauten Deutschen sich hindurchtasteten, hatte einen zweiten Ausgang nach jener Bergkuppe, wo, wie bereits erwähnt, der Doktor, sein Neffe und der Ingenieur bereits kurze Zeit die Robinsons gespielt hatten.

Welch freudige Überraschung wartete ihrer aber auf dem weiten, hohen Plateau …!

Kaum hatten sich ihre Augen wieder an die blendende Helle dieser Vormittagsstunde gewöhnt, als ein lauter Jubelruf ihre Köpfe gleichzeitig herumschnellen ließ.

Der, der ihnen entgegenlief, war Heinz Brennert, den die Beduinen hier zurückgelassen hatten, als sie die beiden Männer dem verschlagenen Ibrahim zuführten.

Übergehen wir die freudig-stürmische Begrüßung, die hin und her fliegenden Fragen und Antworten! – Als sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, wollten die drei jene natürliche Steinhütte aufsuchen, die sich inmitten eines Labyrinths von Felsblöcken am Ostrande der Kuppe erhob und in der die Gefährten gemeinsam nur eine einzige Nacht, jene vor der Überrumpelung durch die Beduinen, verbracht hatten.

Doch nur wenige Schritte taten sie …

Dann drang aus den Tiefen des Bergmassivs plötzlich ein dumpfes Krachen an ihr Ohr, dem verschiedene starke Erschütterungen der Kuppe unmittelbar folgten.

Der Ingenieur, den die beiden anderen daraufhin fragend ansahen, erklärte auf diese stumme Aufforderung hin, daß Ibrahim vermutlich jenen Stollen, in dem sich die Falltür befand, hätte sprengen lassen. „Das nötige Dynamit wird ihm der Engländer Shlook geliefert haben“, setzte er hinzu. „Denn – wenn mich nicht alles täuscht, habe ich diesen elenden Wicht von Briten vorhin hinter einem Felsen kauern sehen, als wir gerade in den Schacht hinabgelassen wurden. Shlook ist es ja auch, der uns die

Empfohlene Zitierweise:
W. Belka: Die Schätze des Wahhabiten. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 8. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sch%C3%A4tze_des_Wahhabiten.pdf/11&oldid=- (Version vom 31.7.2018)