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Seltsam verschieden,

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Grüßen euch mächtige,

Riesengeschlechtige
Steinpyramiden.
Winzige Kegel,
Trotzend der Regel,

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Seht ihr daneben

Frech sich erheben.
Himmelwärts ragende,
Hängende, tragende
Säulen und Zinnen

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Zeigen sich dorten.

Schaurige Pforten
Führen nach innen.

Aber laßt euch nicht bethören,
Allzutief hineinzugeh’n

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Und der Zwerge Ruh’ zu stören;

Manchem ist ein Leid gescheh’n.

Einst mit höhnischer Geberde
Hatt’ ein Müller sie verlacht,
Dafür sank ihm in die Erde

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Hof und Garten über Nacht.


Nimmer waget sie zu kränken,
Denn es bleibt nicht ungerächt;
Felsensturz und Hausversenken
Strafen den, der sich’s erfrecht.

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Dort an den Wänden

Künstliche Blenden
Dienen als Schränke,
Felsen als Bänke.

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Schreiber: Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau. Franz Xaver Wrangler, Freiburg 1867, Seite 116. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Volkssagen_der_Stadt_Freiburg_im_Breisgau.djvu/122&oldid=- (Version vom 31.7.2018)