Seite:Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau.djvu/7

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I. Stadt Freiburg.
1. Der Köhler.

Das ist die Sage, wie die kleine Freiburger Chronik solche meldet: daß die Herzoge von Zähringen vor Zeiten Köhler gewesen sind, ihre Wohnung im Gebirge gehabt, und allda Kohlen gebrannt haben. Nun hat es sich begeben, daß ein solcher Köhler an einem gewissen Ort im Walde Holz geschlagen, den Haufen mit dortigem Grund und Boden bedeckt und solchen ausgebrannt hat. Als er nun die Kohlen wegräumte, fand er am Boden eine schwere geschmolzene Masse, und so er sie genau besichtiget, ist es gutes Silber gewesen. Also hat er fürder immerdar an demselben Orte Kohlen gebrannt, wieder mit derselben Erde bedeckt und abermal Silber gefunden; woraus er abgenommen, daß es von dem Berge herkomme. Solches hat er auch bei sich behalten und einen großen Schatz Silber zusammengebracht.

Nun hat es sich in dieser Zeit begeben, daß ein Kaiser vom Throne gestürzt ward, der auf den Berg im Breisgau, von ihm genannt der Kaiserstuhl, mit Weib und Kindern und all seinem Gesinde geflohen, und daselbst viel Noth gelitten mit den Seinigen. Da ließ er ausrufen:

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Heinrich Schreiber: Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau. Franz Xaver Wrangler, Freiburg 1867, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Volkssagen_der_Stadt_Freiburg_im_Breisgau.djvu/7&oldid=- (Version vom 31.7.2018)