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Tanzlieder.


Vom Tanz.


Er.

Ich hasse das müssig verdriessliche Sitzen,
Und liebe das Singen und Springen zu nützen
     Für meinen Gewinn.

Sie.

Da trinken die Männer nach ihrem Belieben;
Wir wollen im Frühling im Tanzen uns üben
     Mit fröhlichem Sinn.

Er.

So zieret und rühret die lieblichen Saiten,
Und lebet erfreulich in mailichen Zeiten!
     Die Jugend entflieht.

Sie.

So klinget und springet mit Lachen und Scherzen;
Wir folgen zum Tanze den künstlichen Terzen,
     Mit Willen bemüht.

Er.

Lasst schnarren Guitarren, und Geigen nicht schweigen!
Wir wollen den Schönen in Tönen bezeugen:
     Wir beten sie an.

Sie.

Wir hüpfen und schlüpfen, wir singen und springen,
Wir wollen das Drehen wie Feen vollbringen.
     Uns folge, wer kann!

Johann Wilhelm von Stubenberg.
(1631–1688)


Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Die zehnte Muse. Otto Elsner, Berlin 1904, Seite 141. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_zehnte_Muse_(Maximilian_Bern).djvu/147&oldid=- (Version vom 31.7.2018)