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Er warf sich auf den Grund und schrie:
‚Erbarme dich, erbarme!‘
Dabei umschlang er ihre Knie,
So wie ich dich umarme!

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Magisterlein die Magd umschlingt,

Die Magd den nassen Lappen schwingt –
          Plitsch, platsch,
          Klitsch, klatsch!
Drob musste ihm vergehen

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Das Hören und das Sehen.


Er ging und kratzte sich im Haar,
That hinter’s Ohr sich schreiben:
Mit Wäscherinnen bringt’s Gefahr
Die Odyssee zu treiben.

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Den übeln Dank, der ihm geschah

Von seiten der Nausikaa –
          Plitsch, platsch,
          Klitsch, klatsch!
Von uns der Himmel wende!

60
Hier ist die Mär zu Ende.
Rudolf Baumbach.





Na ja!

Er war reicher Eltern Sohn,
Lernte etwas Konfektion.
Sie war jung und hübsch und nett,
Nähte emsig »auf Jacket«. Na ja!

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Abends lud er sie mal ein;

Und sie sagte nicht just nein.
Ach, wie gut schmeckst du, Cliquot,
Und wie machst du gleich so froh. Na ja!

Als zu Ende war der Schmaus,

10
Bracht’ er züchtig sie nach Haus.

Sie war jung – na und was dann
Geht ja keinen etwas an. Na ja!

Frida Spandow.
Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Die zehnte Muse. Otto Elsner, Berlin 1904, Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_zehnte_Muse_(Maximilian_Bern).djvu/15&oldid=- (Version vom 31.7.2018)