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Mein frommes Mädchen –

Mein frommes Mädchen ängstigt sich,
Wenn ich zu viel verlange.
Die Angst der Armen macht, dass ich
Von Herzen mit erbange.

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Schwebt unversucht alsdann vor mir

Der Wollust süsse Angel,
So härmt sie sich noch ärger schier
Und wähnet Liebesmangel.

So, hier und dort gebracht in Drang,

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Ersticken unsre Freuden.

O Liebe, löse diesen Zwang
An einem von uns beiden!

Gieb, dass sie mich an Herz und Sinn
Zum Heiligen bekehre,

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Wo nicht, dass sie als Sünderin

Des Sünders Wunsch erhöre!

G. A. Bürger.





Ein Steckbrief.

[Dieses Gedicht ist erst ab dem Jahr 2020 gemeinfrei]

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Die zehnte Muse. Otto Elsner, Berlin 1904, Seite 82. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_zehnte_Muse_(Maximilian_Bern).djvu/88&oldid=- (Version vom 31.7.2018)