Seite:Erklärung eines Fränkischen Patrioten, der unparteyisch seyn will, über die angegebenen Afterärzte zu Opferbaum und Rieden im Amte Arnstein.pdf/6

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Veranstaltung, die nicht nach dem Wunsche des Herrn Amts-Kellers Haas zu Arnstein ausfiel. (Vergleiche Schulmagazin von Feder zu Wirzburg 2 Bds. 3tes Heft, in der Rede des Herrn Amts-Kellers Haas bey Vorstellung Herrn D. Thomans.) Von diesem Manne hatte nun das Amt die Hoffnung besser als zuvor medecinisch versorgt zu werden: allein – jung – ledig – zwey so weit schichtige Ämter – wie kann man so viel von einem, auch dem fleißigsten Manne verlangen? Es wurde – man kann es mit gutem Gewissen sagen, es wurde viel schlechter. Die Bauersleute, welchen vor jeder Neuerung ekelt, wurden krank – und die mehresten starben gar ohne alle medicinische Hülfe – und wenn auch einige Reiche Herrn D. Thoman hohlen ließen, so war es gemeiniglich zu spät, und dieses geschahe noch obendrein mit dem größten Mißtrauen. Man kann zuverläßig annehmen, daß im Amte Arnstein diese Zeit über 2 Theile Menschen mehr gestorben sind, als zuvor – weil sie zu den neuen Mitteln und ihren Vertheilern kein Zutrauen hatten und sie nicht zur rechten Zeit benutzten; zu den alten ihnen aber der Weg verschlossen war. Man verhöre hierüber das Publicum.

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