Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 03.pdf/28

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

so scheint er mir von ähnlicher Construction gewesen zu seyn als der von Wollaston (327), und da dieser keinen Fall von wahrer polarer elektro-chemischer Zersetzung liefert (328), so scheint mir diese Resultat des Hrn. Bonijol die Identität der gemeinen und voltaschen Elektricität, in Bezug auf chemische Action, nicht zu beweisen.

337) Auf demselben Blatte wird in der Bibliothèque universelle gesagt, Hr. Bonijol habe Kali und auch Chlorsilber zersetzt, indem er diese Körper in sehr enge Röhren brachte und elektrische Funken aus einer gewöhnlichen Elektrisirmaschine über sie springen ließ. Es ist klar, daß diese Erscheinungen keine Aehnlichkeit haben mit den Fällen einer wahrhaften voltaschen Zersetzung, wo die Elektricität nur zersetzt, wenn sie von dem ihrer Einwirkung ausgesetzten Körper geleitet wird, und aufhört nach ihren gewöhnlichen Gesetzen zu zerlegen, sobald sie in Funken überspringt. Diese Erscheinungen sind wahrscheinlich denen, welche in Pearson’s und Wollaston’s Apparat mit Wasser stattfanden, theilweis analog, und können durch Einwirkung einer sehr hohen Temperatur auf kleine Mengen der Substanz entstanden seyn, oder auch den Resultaten in Luft (322) zur Seite gestellt werden. Da Stickstoff sich unter dem Einfluß des elektrischen Funkens direct mit Sauerstoff verbinden kann (324), so wäre es nicht unmöglich, daß derselbe sogar einem Theil des Kali’s Sauerstoff entzogen hätte, zumal reichlich Kali zugegen war, um sich mit der gebildeten Salpetersäure zu verbinden. Wie verschieden alle diese Vorgänge auch von wahrhafter polarer elektro-chemischer Zersetzung seyn mögen, so sind sie doch sehr wichtig und wohl untersuchenswerth.

338) Der verstorbene Hr. Barry hat im verwichenen Jahr der K. Gesellschaft einen Aufsatz mitgetheilt[1], der in dem Detail so deutlich ist, daß es scheinen


  1. Phil. Trans. 1831, p. 165 (Ann. Bd. XXVII S. 478).