Seite:Fliegende Blätter 1.djvu/19

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

„Unsre Feinde sind gerüstet,
Ziehen gegen uns heran.“
„Nun wohlan, sie sollen sehen,
Daß Rinaldo fechten kann.“

25
Seht sie streiten, seht sie kämpfen,

Jetzt verdoppelt sich ihr Muth!
Doch umsonst, sie müssen weichen,
Und vergebens strömt ihr Blut.

Rinaldini, fest entschlossen,

30
Schlägt sich muthig kämpfend durch,

Und erreicht im düstern Walde
Eine alte Felsenburg.


Fliegende Blätter 1 015 b1.jpg


Hinter hohen düstern Mauern
Lächelt ihm der Liebe Glück!

35
Es erheitert seine Seele

Dianorens Zauberblick.

Lispelnd sprach das holde Mädchen:
Höre an, Rinaldo mein,
Werde tugendhaft mein Lieber,

40
Laß das Räuberhandwerk seyn.


Fliegende Blätter 1 015 b2.jpg


Ja, das will ich, Dianora!
Will ein braver Bürger sein, –
Und ein ehrlich Handwerk treiben,
Stets gedenkend dabei dein.


Fliegende Blätter 1 015 b3.jpg


Empfohlene Zitierweise:
Kaspar Braun, Friedrich Schneider (Red.): Fliegende Blätter (Band 1). Braun & Schneider, München 1845, Seite 15. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Fliegende_Bl%C3%A4tter_1.djvu/19&oldid=- (Version vom 1.8.2018)