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Beiträge zur Geschichte von Herrn Wahls großer Nase.


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Sagt, ist es nicht ein Verbrechen,
Der Moral so Hohn zu sprechen,
Er trägt, frech und sittenlos,
Den größten Theil des Körpers blos.


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Seines Nasen-Unholds Ende
Steht so ferne vom Gesicht,
Unerreichbar ist’s für seine Hände,
Wenn er nießt, so hört er’s nicht.


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Was kann Wahlens Unstern gleichen;
Er verzieht zwar sein Gesicht,
Wenn ihn eine Fliege sticht,
Kann sie aber nicht verscheuchen.


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Als du jüngsthin schlummertest im Grase,
Ragte himmelan die Wundernase;
Und die Dorfbewohner weit umher,
Zählten einen Kirchthurm mehr.

Empfohlene Zitierweise:
Kaspar Braun, Friedrich Schneider (Red.): Fliegende Blätter (Band 1). Braun & Schneider, München 1845, Seite 87. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Fliegende_Bl%C3%A4tter_1.djvu/91&oldid=2868618 (Version vom 8.8.2016)