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aber zur täglichen Messe am Altar St. Georgii verwendet werden sollen. Würden innerhalb der drei Jahre wir von unsern Ehefrauen Erben erhalten oder Einer von uns sterben, so soll die Schenkung gänzlich widerrufen sein und der Besitz der Höfe auf den Überlebenden und seine Erben übergehen. Deß zu Urkund wollen wir, daß dieser Brief mit des Abts und unsern beiderseitigen Siegeln versehen werde. Zeugen: Kunrad, Dekan in Ettenstat; Albertus, Pfarrer und Bruder in Ellingen; Albertus, Pfarrer in Waltingen; Morelinus, unser Präpositus, genannt von Nenslingen; Bertholdus von Reot und Andere. Actum in Halsbrunne am Tage St. Elisabeth 1288.“ Dieser Brief ist zwar in Heilsbronn ausgefertigt; allein das darin genannte Reuth ist nicht das zwischen Heilsbronn und Windsbach, sondern das bei Greding und Weißenburg gelegene Reuth am Wald. Nicht weit davon, in Burgsalach, Ettenstadt, Walting und Nenzling, lebten die beiden Schenker und die Urkundenzeugen.


56[.] Rohr,

Pfarrdorf zwischen Heilsbronn und Schwabach. Zur Zeit des 19. Abts Arnold (s. dort) erhielt das Kloster in den Jahren 1357 bis 86 in Rohr Gefälle theils durch Kauf, theils durch Schenkungen vom Magister Mengos, Arzt des Burggrafen Friedrich V. und der heilsbronner Mönche, ingleichen vom Erzbischof Heinrich Anavarsensis. 1511 kaufte der 25. Abt Bamberger daselbst ein Gut, laut Kaufbrief, besiegelt von Balthasar von Wolfstein, Pfleger zu Kammerstein. Die letzte Acquisition machte der 35. Abt Wunder. Er kaufte i. J. 1569 Gefälle, früher der Kirchenstiftung Neuendettelsau zugehörig. Nunmehr waren der heilsbronnischen Unterthanen in Rohr 6 an der Zahl. Neben diesen hatten Nürnberg, Onolzbach, Eichstätt, Deutschorden und das Spital Schwabach Unterthanen daselbst. Letztere waren zuvor Ehenheimisch. 1578 schrieb der dortige Pfarrer Redlein (später in Weißenbronn), daß seine ungehorsamen Pfarrkinder ihm seine Zehnten und andere Bezüge schmälerten, daß er in Güte nichts von ihnen bringen könne, daß er in stetem Zorn und

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Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 279. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/281&oldid=- (Version vom 1.8.2018)