Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/75

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Pfarrhaus vom Dorf gesondert ist.“ Dann folgt die Bitte: das Kloster wolle ihm vergüten, was er während seines zweijährigen Hierseins verbaut habe. Der Abt antwortete: „Er hätte nicht so kurz erst, sondern ein Vierteljahr zuvor die Pfarr aufsagen sollen, damit man Zeit gehabt hätte, sich nach einem andern Pfarrer umzusehen. Vergütung erhalte er nicht, da das Haus erst vor drei Jahren von Grund aus vom Kloster erbaut worden sei; er habe demnach noch herauszuzahlen, da jeder Pfarrer verbunden sei, jährlich 5 fl. zu verbauen, was er nicht gethan habe.“ Auf Stiber folgte 1578, im Todesjahr des letzten Klosterabts Wunder, Erasmus Tanner, welcher bis gegen Ende des Reformationsjahrhunderts Pfarrer in Adelhofen war. Näheres über diesen Ort im VII. Abschnitt.


14. Wallmersbach

bei Uffenheim. Die zunächst vor dem Reformationsanfang (1505 bis 1518) dort lebenden vier Pfarrer Edelmann, Eyselstat (1510 Kanonikus in Onolzbach), Dorner und Uttenhofer wurden vom Abt Bamberger in der üblichen Weise dem Bischof Lorenz in Würzburg zur Ordination und Investitur präsentirt. Uttenhofer bekleidete die Stelle von 1518 bis 37. Durch die ihm, wie allen heilsbronnischen Pfarrern, vom Markgrafen Kasimir auferlegte Besoldungssteuer wurde er hart betroffen. Schon die Zahlung der ersten Rate fiel ihm und seinem Kollegen Poxman in Adelhofen schwer. Wegen Regulirung dieser Steuer wurde er mit allen Klosterpfarrern nach Heilsbronn einberufen. Nach Oktroyirung der Reformation in allen Klosterpfarreien verehelichte er sich. 1537 erfolgte seine „Entleibung“; in welcher Weise? sagt das Jahrbuch nicht. Sein Tod wurde dem Abt Schopper von den Mitdorfherren Engelhard und Eringius von Ehenheim zu Geyern angezeigt mit der Bitte um Wiederbesetzung. Der Abt fragte in seinem Antwortsschreiben bei ihnen an, ob sie vielleicht ein taugliches Subjekt in Vorschlag bringen könnten? Die Gemeinde schlug dem Abt einen Pfarrer vor, „den sie gern hätten“, dessen Name aber im Jahrbuche nicht genannt wird. Der Abt,

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 73. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/75&oldid=- (Version vom 31.7.2018)