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(namentlich musikalische, die so fein, daß jeder Knoten herauszufinden mit kritischen Fühlhörnern), als ihn ruhig fortzuziehn? Es gilt aber eine Wette, daß Hr. Kalkbrenner seine Einleitungs- und Mitteltuttis später erfunden und eingeschoben habe und es ist Grund da, daß sie gewonnen wird. Zweitens aber rüge ich die Modulation

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[1]

zu der sich namentlich jüngere Componisten flüchten, wenn sie nicht recht wissen wie weiter und die sie gewöhnlich so anwenden, daß, wenn es in der ersten Hälfte dieses Uebergangs kraus und stark auf- und niedergegangen, in der andern plötzlich leise wie überirdische Töne zu flüstern anfangen, welche Ueberraschung wir uns wohl einmal gefallen lassen und sie den HH. Döhler, Thalberg, die sie zu Dutzenden anbringen, zu gute halten, niemals aber einem Maestro wie Kalkbrenner,

  1. Mit X bezeichnen wir allgemein einen Grundton, mit dem nebenstehenden X + 1 den Baßton der ersten Stufe aufwärts; Dur und Moll bestimmen die Art der Tonleiter. Die Zahlen darüber nennen die Intervalle der Accorde; die nebenstehenden erhöhen, die erniedrigen. Wäre also
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    G. Weber[H 1] (irre ich nicht) hat etwas Aehnliches in seiner Theorie vorgeschlagen.

Anmerkungen (H)

  1. [WS] Gottfried Weber (1779–1839), deutscher Musiktheoretiker und Komponist: Versuch einer geordneten Theorie der Tonsetzkunst, 3 Bände, Mainz 1817–1821; 2. Auflg. 1824 in 4 Bänden: Bd. 1 Google, Bd. 2 Google, Bd. 3 Google, Bd. 4 Google. Siehe besonders Band 2, 4 Abtheilung.