Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.2 (1854).pdf/62

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Ideen. Genug – und führe sich Jeder die Bemerkung nach Gefallen aus.

Die Variationen von Kalkbrenner können auf eine lange Besprechung wohl keinen Anspruch haben. Sie sind leicht, ansprechend u. s. w., im Grunde recht arm.

Eben so schnell können wir über die Hrn. Nowakowski und Osborne weggehen. Der eine ist ein Pole mit, der andere ein Schwede[H 1] ohne Compositionstalent. Beide kennen ihr Instrument. Das Thema des Polen muß man hübsch finden, das von Osborne gewählte aus Anna Bolena sehr lahm. Hr. Rowakowski kann es zu etwas bringen, wenn er mehr studirt, als Hr. Osborne.

Zwei Dinge auf der Welt sind sehr schwer, einmal, sich einen Ruhm zu gründen, sodann ihn sich zu erhalten. Gepriesen seien aber die Meister – von Beethoven bis zu Strauß,[H 2] jeder in seiner Weise!



Anmerkungen (H)

  1. [GJ] „Osborne war ein geborener Irländer und lebte damals in Paris.“ I.283
  2. [WS] Johann Strauß (Vater) (1804–1848). [GJ] Anmerkung 69: „Schumann war immer ein großer Tanzfreund. Seine zahlreichen Tanzcompositionen aus allen Lebensperioden bezeugen das ebenfalls. Er tanzte nicht nur in seinen jungen Jahren gern, sondern auch nach seiner Verheirathung, wenn einmal eine heitere Gesellschaft mit einem improvisirten Tanzvergnügen beschlossen wurde. Daß er nicht etwa nur scherzweise von ‚Meister‘ Strauß, spricht, beweist die Thatsache, daß er, als Strauß mit seiner Capelle Leipzig besuchte, mit Mendelssohn, David und Bennett zusammen dem Vortrage der Tänze zuhörte. Es war am 9. Nov. 1836 ‚in einem Garten etwas außerhalb der Stadt’, wie es in Bennetts handschriftlichem Tagebuche heißt.“ I.345–346