Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/214

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komme, Herr Cantor, wo hat er doch die wunderschöne Rede hergenommen, die er gestern hielt? Er kann wohl noch gar Pfarrer werden, die vornehmen Leute hatten an ihm ihre einzige Freude, so schön hat er es gemacht. Sey er doch so gut und stecke er mir es im Vertrauen, wie er es angefangen hat, diese schöne Rede zu Stande zu bringen. Es bleibet unter uns, er kann sich darauf verlassen, daß ich es keinem Menschen mehr sagen will, das Geheimniß soll mit mir sterben. Wenn er etwan ein Buch hat, worinne dergleichen Reden stehen, so leihe er mir es ein paar Tage, ich will es ihm ohne Schaden wieder zustellen, und verspreche nicht mehr daraus zu nehmen, als zu einer Rede nöthig ist. Will er mir aber den Liebesdienst thun, und mir die ganze Rede machen, so will ich es mit Danke erkennen, und ihm dafür den Telemannischen Jahrgang, darum er mich so

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 212. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/214&oldid=- (Version vom 1.8.2018)